234 + Text

1870

Kurzfassung der Chronik ehem. GebJgBtl 234

Der 16. Juli 1956 gilt als der Geburtstag unseres Bataillons, das unter dem Namen Gebirgsjägerbataillon 114 in Mittenwald in der “Pionier-Kaserne” aus der Taufe gehoben wurde. Im Dezember 1956 erfolgt der erste Namenswechsel in GebJgBtl 18. Der nächste Wechsel war am 16.03.1959, nunmehr als GebJgBtl 222. Der letzte Namenswechsel in GebJgBtl 234 kam am 01.10.1981, als die beiden Mittenwalder GebJgBtl 221 und 222 der GebJgBrig 23 in Bad Reichenhall unterstellt wurden.

1981 wurde das Verbandsabzeichen für das GebJgBtl 234 eingeführt, das sich an das Mittenwalder Wappen anlehnt, aber statt des Mohrenkopfes das Edelweiß in der Mitte hat.

234 # 25 mm

Das  GebJgBtl 234 hatte im Laufe seiner Geschichte verschiedenste Gliederungsformen eingenommen. Am Anfang 1956/57 galt die folgende:

1./- bis 3./- Kp = GebJgKp
4./- Kp = sGebJgKp
5./- Kp = StKp
6./- Kp = VersKp

Mit der Umgliederung 1957 + 1959 wurde die Gliederung eingenommen, die bis zur Auflösung 1992 Bestand hatte:

1./- Kp = StVersKp
2./ bis 4./- Kp = GebJgKp
5./- = sGebJgKp

Die GebJgKp hatte wechselnde Stärken mal 3 GebJgZg mal 4 GebJgZg
Die sGebJgKp war der Entwicklung der Waffentechnik unterworfen:
vom 81mm Mörser Tampella zum 120mm Mörser auf Lafette oder MTW M 113
vom 20mm FKZg mit SchtzPz Hotchkiss  zur 20mm FK auf Lafette
von der PzAbwRak SS 810 zum PzAbwRak System MILAN
27.10.1966 bis 01.01.1971 -  2 Zg JgdPz Kan 90 mm

Gliederung GebJgBtl

Bei zahlreichen Truppenübungsplatzaufenthalten im In- und Ausland, vielen Übungen auf Brigade- oder Divisionsebene und den Großübungen “ULMER SPATZ” (1959); “SCHWARZER LÖWE” (1968); “GUTES OMEN” (1971);“GROSSE ROCHADE”  (1975); “BLAUE DONAU” (1978): “SCHARFE KLINGE” (1981); “FLINKER IGEL” (1984); und “KECKER SPATZ” (1987) konnte das Bataillon den guten Ausbildungsstand und die Leistungsbereitschaft seiner Soldaten unter Beweis stellen.

Besonderen Wert legten die “Jager” auf ihre Gebirgstauglichkeit, Mut und körperliche  Leistungsfähigkeit, oft bis an die Grenze gefordert, zeigten sie bei Gebirgsge- fechtsübungen wie z.B. “BUNTE FLAGGE”; “SILBERDISTEL I - IV”;  “WEISSE VALEPP”;  “ROTER u. GELBER ENZIAN”; “SCHNEEWÄCHTE I - VII”; “SCHWARZER REGEN”; “SCHWERER DAMPFHAMMER” oder der deutsch-französischen GebGefÜb “GENTIANE XXIV” im Raum um Chamonix. Herausragendes Ereignis war die Übung “SCHNEEWÄCHTE III”, die als Skimarsch des Bataillons von LINDAU nach MITTENWALD führte. Mit 110 Km Länge und über 8.000 Höhenmetern brach dieser Marsch alle bestehende Rekorde der Bundeswehr.

Neben den milit. Leistungen errangen Soldaten des Bataillons immer wieder gute Platzierungen international, wie auch bei Brigade- und Divisionsmeisterschaften, im Skispähtrupp und in der Leichtathletik.
 
Hier seien genannt der ehemalige Olympiasieger in der nordischen Kombination, Franz Keller, die Olympiateilnehmer von Sarajevo 1984, Franz Schöbel und Stefan Höck, der im Weltcup startende Biathlet Helmut Tengg sowie der Alpinrennläufer Armin Bittner. Sie waren Soldaten der Sportgruppe Heer, seit 01.04.1992 Sportfördergruppe Mittenwald, die mit ihren Spezialisten im Biathlon, Skilanglauf und alpinem Skilauf seit 1975 dem Bataillon angehörten.

Zahlreiche hochgestellte politische und militärische Persönlichkeiten besuchten das Bataillon, so z.B. Kronprinz Birenda aus Nepal (1962); Kronprinz Konstantin von Griechen land (1963); Bundespräsident Heinrich Lübke (1965); Bundeskanzler Kur Georg Kiesinger (1969); Bundespräsident Prof. Dr. Carl Carstens und Bundesverteidigungs- minister Hans Apel (1981); sowie General Rawllay aus Indien (1965); General Massu aus Frankreich (1966); General Rutt aus Indien (1966); Admiral Henke aus Italien (1974); General Gibbs GB (1978); General Gratsios aus Griechenland (1979); General Hamre aus Norwegen (1979); General Otis USA (1984); Militärbischof Dr. Elmar Kredel (1985); Verteidigung minister Dr. Wörner (1985); GenInBw Admiral Dieter Wellershoff (1988) und Admiral Sven E. Thiede aus Dänemark (1989).  

Bei Manöverbällen, “Tagen der offenen Tür”, Altennachmittagen und vielen Hilfeleistungen wie z.B. bei der Lawinenkatastrophe auf dem Zugspitzplatt 1965, bei Überschwemmungen im Werdenfelser Land 1966, oder der Beseitigung von Sturmschäden im Wald 1990 dokumentierten die Soldaten des GebJgBt l234 ihren guten Willen bei der Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung, deren junge Männer ja meist sowieso bei den “Jagern” ihren Wehrdienst leisteten. So war das Gebirgsjägerbataillon seit seiner Gründung und bis zu seiner Auflösung 1992 eingebunden  zwischen Karwendel und Wetterstein im Werdenfelser Land.

 

Die Kommandeure und ihre Stellvertreter

1956-1957

 OTL Dr. Reinhold Klebe †

Dr. Klebe

Maj Manfred Faber †

1957-1961

OTL “Sigi” Gerstner

Gerstner1

Hptm MatthiasStarl
Hptm Hans Hunger

 Hptm Heiner Bauer

1961-1965

OTL Manfred Faber

Faber

Hptm Heiner Bauer
Hptm Max Kuhn

1965-1969

OTL Heiner Bauer

Bauer

Hptm Max Kuhn
Hptm Helmut Gärner

1969-1975

OTL Maximilian Kuhn

Kuhn

Maj Klaus Gerwin
Maj Ulrich Manschke

1975-1977

OTL Willy Dautzenberg

Dautzenberg

Maj Manfred Popp
Maj Richard Koch

1977 -1980

OTL Ulrich Manschke

Manschke

Maj Manfred Jelinek

1980-1982

OTL Günter Knopf

Knopf

Maj Jörg Brandt

1982-1984

OTL Wolfgang Minderjahn

Minderjahn

Maj Otto Lang

1984-1988

OTL Jost Gudelius

Gudelius

Maj Otto Lang

1988-1991

OTL Norbert Wellenstein

Wellenstein1

Maj Joachim Geist
Maj Martin Glagow

1991-1992

OTL Martin Glagow

Glagow

222

Kp Wappen 1-5